der bestehende alte stall befindet sich am ende des tales, etwas oberhalb des letzten dorfes scudellate und ist nur über einen steilen fussweg erreichbar.

 

die restriktiven bauvorschriften erzwingen die erhaltung des äußeren erscheinungsbildes im ursprünglichen zustand.


das projekt sieht vor, die mauern und das dach im traditionellen zustand zu erhalten, die neue nutzung wird in diese hülle eingefügt, ein haus im haus. diese holz- und glasbox beinhaltet alle beheizbaren räume der zwei kleinen wohnungen, ohne die bestehenden natursteinmauern zu berühren. das kompakte volumen erlaubt einen effizienten umgang mit den energieressourcen und optimierte die baukosten. die grossen verglasungen lassen das wenige licht der bestehenden öffnungen, die nicht vergrössert oder ergänzt werden durften, eindringen und ergeben gleichzeitig eine optische ausweitung des raumes bis zu den natursteinmauern, welche auch dem innenraum eine archaische atmosphäre verleihen.

 

die hauptwohnung, im nordwestlichen teil, beinhaltet neben dem eingangsbereich mit küche und kleinem wc, den ess- und wohnbereich im erdgeschoss, zwei schlafzimmer und das badezimmer im obergeschoss. ein steinkorpus, an einen felsen erinnernd, verbindet den eingangsbereich mit der küche und dient gleichsam als ablagefläche.

die kleine nebenwohnung, im südöstlichen teil, ist auf einer ebene im obergeschoss angelegt, besteht aus einem wohn- und essbereich, kochbereich, bad und einem schlafzimmer. in den sitzbänken des wohn- und essbereiches finden matratzen platz, um 2 weiteren personen einen schlafplatz zu bieten.

 

verschiedene nicht beheizte, aber gedeckte bereiche innerhalb der alten natursteinmauern, laden zum begehen und verweilen ein.

ein gemeinsamer technik- und abstellraum befindet unter der nebenwohnung.

 

 

fotos: albrecht schnabel, lichtbildner, rankweil, österreich, www.albrecht-schnabel.com