Das Haus weist auf Grund seiner einfachen Form ohne komplizierten Einschnitte und Vorsprünge sowie seiner annähernd quadratischen Grundrissproportion eine ökonomische Aussenhülle auf. Der Aushub beschränkt sich lediglich auf eine Geschosshöhe.

Das Haus ist leicht nach Südwesten zur Aussicht zum historischen Dorfkern von Klingnau abgedreht, und öffnet sich auf beiden Geschossen gegen Südwesten mit einer vollverglasten Fassade; eine vorgelagerte Beton-Filterfassade verleiht dem Innenraum gleichzeitig Sonnenschutz, Reflektionslicht und raumbildende Großzügigkeit. Die nordseitigen Fassaden sind weitgehend geschlossen, womit eine optimale Energiebilanz erzielt wird.

Die bestehende Topografie wird praktisch nicht verändert, was sowohl wirtschaftlich als auch landschaftsarchitektonisch ideal ist: das Haus steht wie eine Geborgenheit stiftende Festung im Hang über der steil abfallenden Felswand.

Vom Parkplatz an der östlichen Grundstücksecke her durchschreitet man einen naturhaft gestalteten Garten mit alter Eiche, grünen und gepflasterten oder bekiesten Plätzen und betritt das Haus im Obergeschoss über eine breite, verglaste Eingangszone, von welcher aus bereits der Blick ins Tal freigegeben wird.

Das Obergeschoss beherbergt in einem zentralen raumstrukturierenden Block eine grosszügige Garderobe und ein Gäste-WC, die Küchenzeile ist mitten in den Raum gesetzt, der Essbereich ist durch einen Sitzbank an den zentralen Block angehängt und der Wohnbereich ist frei möblierbar.

Die Innenräume haben einen hellen naturgrauen Verputz; die gesamte Aussenhülle besteht aus grobem gewaschenen Beton, der teilweise mit Bepflanzungen bereichert wird.


fotos:  monica spezia (living inside), mailand, italien, www.livinginside.it

 

in zusammenarbeit mit:
weberbuess gmbh architekten, basel, schweiz  www.weberbuess.ch